Einbeziehen aller Beteiligten ist der große Trend bei Nachhaltigkeits-Konzepten.
Denn wer im Dunkel bleibt ist nicht wirklich beteiligt. Und entzieht sich leichter der Verantwortung.
Treten Sie ins Licht!
Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesen aktuellen Fragen.

Das BIOFAIR® NetTeam freut sich auf Ihr Engagement und jederzeit über Ihr Feedback und Ihre Meinung
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Biofair

Dennis Meadows fordert einen Kurswechsel

Der US-Ökonom Dennis Meadows vor der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität".
Der Vortrag ist zu hören im Zeitraum 0:54:00 bis 1:25.

   

Nachhaltigkeit im Gespräch

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Psychogramm der Nachhaltigkeit

.... mit dem Ziel mehr über Ihre Einstellung bezüglich Nachhaltigkeit zu erfahren,
sprachen wir mit über 30 Ausstellern der Biofach 2011. Überschrift: „Wie nachhaltig handeln Sie?“

Was verstehen Sie, die Aussteller unter Nachhaltigkeit?

Weiterlesen: Nachhaltigkeit im Gespräch

   

Lust auf Nachhaltigkeit?

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Wir durchstreifen die Biofach 2011 auf der Suche nach der emotionalen Seite der Nachhaltigkeit.

Michael Braungart

Zunächst  ein Blick auf die  Abendveranstaltung der Biofachmesse am 16.02.2011 mit Michael Braungart.
Michael Braungart argwöhnt hinter der ganzen Bio-Szene und Nachhaltigkeits-Szene eine starke selbstverachtende Komponente, die nach seiner Analyse den Blick auf die Zukunft trübt.
Er fordert auf die belastenden Gefühle samt der Nachhaltigkeits-Begriffswelt in den Abfall zu werfen ohne Wiederverwendung und ohne  Weiterverwertung. Er fordert die Bio-Szene zur Erneuerung auf. Er fordert eine positive Einstellung zu sich selbst und zur Überbevölkerung. Und eine systemische „Materialwirtschaft“.
Statt trauriger Nachhaltigkeit  bietet er uns den guten Begriff Qualität in erweiterter Anwendung an. Er ist eben ein genialer  Verfahrenstechniker und Chemiker. Er hat auch ein sehr  sportliches Qualitätskriterium  parat. Er prüft die neue umfassende Qualität der Produkte unter der sportlichen Herausforderung:  "Kann ich eure Abfälle essen?"... dann habt ihrs richtig gemacht.

Während die alte Nachhaltigkeit noch die Second-Hand-Kleidung aufträgt, legt sie sich die neue (cradle to cradle-Nachhaltigkeit) aufs Brot. Na dann auf zum Festmahl!


Demeter Felderzeugnisse

Bei Demeter-Felderzeugnisse fühlt man sich mit der viel bemühten Nachhaltigkeits-Etikettierung auch nicht so ganz wohl. Schnell wird Herr Lazaro Campuzano (demeter Felderzeugnisse) konkret und zeigt die Zusammenhänge und Hintergründe im Fischfang auf.
Der Begriff Nachhaltigkeit ist auch für ihn belastet. Kontaminiert von vordergründigen Scheinlösungen, die oft mit der Erteilung eines Siegels abgeschlossen sind.
Die spezifische Situation in jedem Fischfang sei zu beachten.  Die richtigen Fragen müsse man stellen:  Wie genau funktioniert der gesamte  Kreislauf im speziellen Falle? Wird wirklich weniger oder anders gefischt, weil ein Siegel auf der Packung prangt?


Bei  1 Mrd. Menschen schien alles noch machbar. Herr Campuzano plädiert leidenschaftlich dafür ehrlich alle Zusammenhänge einzubeziehen. Und:  "Lasst die Erzeuger von Ihren Produkten leben und auch ihre Produkte essen".
Demeter-Felderzeugnisse beobachtet bei Fisch nach wie vor einen Massenmarkt nach altem Strickmuster. Insbesondere bei den Discount/Massen-Vertriebsformen.  Wenn der Verbraucher irgendein Siegel akzeptiert - dann kriegt er es auch - irgendwie.

Für  demeter-Felderzeugnisse sei der nachhaltige Fischfang-Markt nicht einfach ein vom Käufer oder Verkäufer zu bestimmender Markt.  Als Regulativ gilt bei demeter die verantwortliche Verfügbarkeit.
Und Herr Campuzano hat kein Mitleid mit den hiesigen Konsumenten:  Im Zweifelsfalle gehört zu einer einsichtigen Lebensweise auch der Verzicht, wenn es die Verantwortung verlangt.  Das sehen wir ein.
Ein kleiner Trostversuch noch von Herrn Campuzano an uns:  Ich hoffe, ich habe Ihre Auffassungen nicht zu sehr durcheinander gebracht.



Bionade und Nachhaltigkeit – Was gibt’s denn, was mehr Spaß macht?
(Peter Kowalsky)

BF: Wie schätzen Sie sich persönlich  in Bezug auf Nachhaltigkeit ein? Bionade werden Sie sicherlich mit einem dicken PLUS bewerten. Wie fällt dieses Plus für Sie privat aus?
PK: Das kann und will ich nicht getrennt bewerten. Den Begriff Nachhaltigkeit muss jeder für sich selber definieren. Das Herz ist der Nenner.
Einige definieren die Sicherung der Existenz / Rendite als nachhaltig. Andere halten das Aufnehmen von Bio in das Sortiment für nachhaltig. Imker definieren anders als Motorradfahrer.
Bionade ist Gründungs-Mitglied von Biodiversity in good companies. VW ist ebenfalls Mitglied. VW muss Nachhaltigkeit anders für sich definieren, sonst können sie keine Autos mehr verkaufen.

BF: Warum schätzen sich die meisten Menschen hier privat als weniger nachhaltig ein als ihr Unternehmen?
PK: Die Deutschen sind immer bemüht, Dinge negativ zu sehen. Man kann immer alles besser machen.

BF: Die meisten führen konkret als Verbesserungs-Ziel einen etwas kleineren Wagen an.
PK:
Ich fahre einen Blue  Motion, was soll ich denn noch weiter runter.
Früher war eine Region eine Zweckgemeinschaft. Man musste nachhaltig sein, um dauerhaft etwas zu verkaufen. Als Person in sozialer Disziplin und mit der korrekten Haltung eines Kaufmanns. Durch Industrialisierung ging das alles verloren, man musste dorthin, wo man etwas verkaufen konnte.
Heute  kommt die Übersicht wieder zurück, deshalb kommt das Thema Nachhaltigkeit auch wieder auf.
Bionade verbindet auf vielen Ebenen Traditionelles mit neuen Möglickeiten...

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Hr. Kowalsky.



Ein Leuchtturm für Wasser (Gespräch mit Dr. Franz Ehrnsperger)

BF: Was hat Wasser mit Nachhaltigkeit zu tun? 
Dr. F.E.: Wasser darf nicht reduziert werden auf Flüssigkeit. Der Mensch besteht hauptsächlich aus Wasser. Der größte Teil der Nahrung besteht aus Wasser. Aber die Menschen haben kein Bewusstsein dafür. 
Wir wollen eine Bewusstseinsänderung bei den Menschen auslösen.
Wasser muss eine besondere Qualität haben, weil es die Zellen bewegt. Wir brauchen kein Aufbereitungswasser sondern natürliches Wasser.

BF: Das Wasser wird schlechter. Wir erleben es
und wir fürchten Schlimmeres.
Dr. F.E.: Man muss den 1. Schritt machen. Die Reise ist lang. Trotzdem muss man sich auf die Reise machen. Man muss die Menschen schneller überzeugen. Und es sollte keinen geben, der versucht, einen aufzuhalten.

BF: Droht uns wieder eine  Behandlung mit dem Nachhaltigkeits-Schocker?
Dr. F.E.: Der beunruhigende Klang der Nachhaltigkeit führt zu Abwehr und somit entfernen sich die Menschen eher. Man darf aber auch nicht missionieren. Wer unser Angebot annehmen will, ist eingeladen. Zwang funktioniert nicht.

BF: Wurden Sie nicht gerade selbst unter Zwang gesetzt?
Dr. F.E.: Wir wurden unter Zwang gesetzt, wehren uns aber dagegen. Der Streit wird am Markt ausgetragen, nicht nur im Gericht. Die Mineralwasserbranche meint, alles Wasser ist gleich.
Aber der Verbraucher kennt die Unterschiede. Wasserqualität muss definiert werden.
Auch rational muss Aufmerksamkeit erregt werden (Kriterienkatalog).
Die Menschen müssen emotional und intellektuell im Mehrkanalton angesprochen werden.

BF: Und die weltweite Problematik: wenig und schlechtes Wasser.
Dr. F.E.: Wir wollen Freude an etwas Gutem vermitteln. Wie die Leuchttürme: sie weisen den richtigen Weg
und warnen vor der Gefahr. Leuchttürme stehen für freudige, richtige Wege.
Wenn wir schon kaputt gehen, dann wenigstens auf dem richtigen Weg.



Der Sog der Nachhaltigkeit (Ein Gespräch mit Hr. Ulrich Walter)

BF: Herr Walter, Ihren Nachhaltigkeitsbericht kennen wir. Uns interessiert, welche emotionale Motivation wird hier wirksam? Sie sprachen kürzlich von einer Sogwirkung, die von Ihrem Nachhaltigkeitsbericht ausgeht.
U.W.: Um nachhaltig zu handeln, benötigt man zuerst einmal die intellektuelle Erkenntnis, dass es so wie es ist, nicht weiter geht. Die Welt retten kann man alleine nicht. Aber man kann sich überlegen, ob man so weitermacht wie bisher, oder sich auf die eigene Umgebung konzentriert und anfängt, sein  Verhalten zu verändern.

BF: Nachhaltigkeit kommt mit Schuldhaftigkeit daher. Das führt derzeit dazu, dass sich die meisten Menschen schuldig fühlen.
U.W.: Eine Erkenntnis, die betroffen und nachdenklich macht, muss keine Depressionen hervorrufen.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe, als die Convenience-Welle aufkam zunächst mitgemacht. Da gab es plötzlich Ravioli aus der Dose. Nur der Hund hat sie nicht gefressen. Das war ein Schlüsselerlebnis. Wir waren am Anfang ahnungslos und sind dem Trend gefolgt Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass die Convenience-Welle nichts für mich ist.
Durch meine Großeltern und Eltern geprägt, war mir eine gute Ernährung und bewusstes Leben mitgegeben worden. Das hat sich dann durchgesetzt. So habe ich auch später die
Mülltrennung  nie als Mühe empfunden, eine kleinere Mülltonne für Restmüll war sogar billiger.
Davon sollte man den anderen erzählen. Nicht sagen: Das musst du auch machen.  Nicht missionarisch anderen ein schlechtes Gewissen machen, vorleben und auch kleine Schritte als Erfolg betrachten.

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Hr. Walter.


Lebendige Nachhaltigkeit ist die Antwort von Barbara Scheitz (Molkerei Scheitz
)
Für Barbara Scheitz ist Anerkennung der Beteiligten der Schlüssel. Wer in den Hintergrund gedrängt wird, ist nicht wirklich beteiligt. Entzug von Verantwortung erzeugt Zorn. Ihr Unternehmen nimmt es auf sich die Kommunikation mit fast 200 Landwirten zu pflegen. Denn diese Partner tragen das Konzept mit.
Frau Scheitz zeigt auf die Energie und die positiven Gefühle die in der so verstandenen  Nachhaltigkeit schlummern.
Was beeindruckt, ist ihre coole Betrachtung: Wir haben es erkannt und wir machen es.


Beim Preisträger des deutschen Nachhaltigkeitspreises 2010: Die deutsche See
Wir haben versucht hinter das Geheimnis des deutschen Nachhaltigkeits-Preises zu kommen und haben ihn auf dem Stand zerlegt. 
Die Beherrschung der Prozesskette sei der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. So wie das seit 2002 ständig wachsende Bio-Sortiment und die MSC-Zertifizierung (seit 2006).
Sagt Frau Buck (Pressesprecherin).


Der Preis wird auf der Messe gezeigt, steht aber nicht im Zentrum einer speziellen Kampagne. Unsere STANDARD FRAGE an die Pressesprecherin Frau Buck: Wie stufen Sie selbst sich bei Nachhaltigkeit ein? Die persönliche Selbsteinschätzung fiel etwas schlechter aus als die Einschätzung des Unternehmens.
Eine Selbsteinschätzung, die wir auch bei vielen anderen finden. Warum wohl? Wir gehen auch dieser Frage weiter nach.
Hier unsere Fragen: Machen Sie mit!

   

Biofach 2011: Ihre Meinung zur Nachhaltigkeit

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Fragen Sie sich auch manchmal:
Wie nachhaltig handeln Sie / Ihr Unternehmen?
Und was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit?
Dann könnte es Sie vielleicht interessieren, was in unserem Fragebogen steht.
Teilnahme gleich hier und papierlos elektronisch. Ein paar Klicks und zurück.















   

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